Denkmal-Liste des Ortes

Die Angaben stammen aus der Liste „Denkmale in der Stadt Grevenbroich“, die lfd. Nummern entsprechen den dortigen Eintragungen der Objekte in und um Neukirchen.

Denkmal-Liste Neukirchen

lfd. Nr.ObjektLageBeschreibungBaujahreingetragen seitBild
87WegekapelleEcke Roseller-/Ramrather Str.kleines Backsteingebäude mit runder Apsis. Lisenengliederung und weit vorgezogenes Dach mit Holzgiebel der von gußeisernen Säulen getragen wird. Runder Innenraum mit Madonnenfigur aus Gips.

Die Kapelle "Am Lingche", wie sie im Volksmund genannt wird, wurde im Juli 2001 von Mitgliedern des Sappeurcorps "Löstige Jonge" in freiwilliger und unentgeltlicher Leistung vom Fuß des Fundamentes bis in die Sockelhöhe freigelegt und saniert (Text einer Urkunde).
Ende 19. Jh.?

87 (1) - Wegekapelle

88Katholisches PfarrhausJakobusplatz 12-geschossiges in 5:3 Achsen erbautes Pfarrhaus, Backstein geschlämmt mit Walmdach. Unsymetrischer Türeingang, Tür mit Sandsteingewänden.

Treppenaufgang modernisiert
1786, datiert durch Ankersplinte auf Seitenfassade13.08.1984

88 Pfarrhaus

89Katholische Pfarrkirche St. JakobusJakobusplatz3-schiffige Pseudo-Peilerbasilika mit vorgesetztem 4-geschossigen Westturm von 1844 und 3-seitiger Chorschluß. Backsteinlisenen. Vom Vorgängerbau ein Trachyt-Torgewände mit barocker Holztüre an der Ostseite des Turm-UG erhlaten Einzelne Ausstattungsstücke (Orgel, Altar) des 19 Jh. erhalten. Inschriftplatte auf einer Lisene auf der Südseite des Längsschiffes mit einer Datierungt 1700/03. Im Kirchenbereich alte Grabkreuze des 17. bis 19. Jh. überwiegend aus Sandstein, vereinzelt aus Basaltlava. Kirchhofmauer aus Backstein in ihrem heutigen Verlauf. Glocken in der Grünanlage.

184413.08.1984

89 Kirche

110WegestockHülchrather Str. 28Wegestock aus dem 18. Jh. Er besteht aus einem blockartigen Sandsteinunterbau mit teilweise erhaltener Nische und einem Kreuz aus Trachyt.18. Jh.16.08.1984

110 Wegestock

136Haus HorrHaus Horr, NeukirchenHaus Horr wurde 1838 von der Familie von Francken erbaut. Als Architekt dieses Gebäudes gilt Michael Leveily, der als kurkölnischer Hofarchitekt den Bau von Schloss Falkenlust bei Brühl leitete. im 19. Jh. wurden Veränderungen an dem Gebäude vorgenommen. Es handelt sich um eine wasserumwehrte, dreiflügelige Backsteinanlage. Das zweigeschossige Herrenhaus ist verputzt, nur an den Ecken treten Verquaderungen hervor. Den Bau bedeckt ein hohes Mansardendach. Auf der Hofachse ist ein einachsiger Mittelrisalit durch Quader abgesetzt. Rückwärtig zum Garten hin betont ein dreiseitiges Mittelrisalit mit Balkon die geschwungene Mittelachse. Im Hof ist altes Steinpflaster erhalten. Die dazugehörige, in der Verlängerung der Allee befindliche Kapelle wurde Mitte des 18. Jh. errichtet. Sie besteht aus geschlämmtem Backstein und hat Trachytgewände, Trachytkeilsteine und Lisenengliederung. Die einschiffige Kapelle mit dreiseitiger Apsis und Dachreiter wird am Eingang durch Dreiecksgiebel betont.

173821.01.1985

136 Haus Horr

144SchildbergshofGubisrath 44-flüglige geschlossene Backsteinhofanlage aus dem 19. Jh. Das 2-geschossige Wohnhaus ist in 5 Achsen geliedert, die Backsteinfassade wird durch Lisenengliederung geschmückt. In der Wetterfahne ist die Hofanlage mit 1882 datiert. Die Scheunentrakte sind z.T. jüngeren Datums. Der Schildbergshof ist als Nachfolgebau einer älteren Anlage zu betrachten, die bereits in der Tranchotkarte verzeichnet ist. Damit ist mit der jetzt bestehenden Anlage eine siedlungsgeschichtlich ältere Situation belegt. Mitte der 1990-er Jahre wurde der Schildbergshof zu einer Wohnanlage umgebaut.

19. Jh.03.06.1985

144 Schildbergshof

147Gut LübisrathGut Lübisrath, NeukirchenGut Lübisrath ist eine 4-flügelige offene Hofanlage mit 2-geschossigem Wohnhaus, welches auf 1783 datiert ist. Die Scheunentrakte stammen teilweise aus dem 20. Jh. sind jedoch auf dem alten Grundriss errichtet. Das Anwesen ist damit als charakteristische Vierflügelanlage anzusehen. Das Wohnhaus von 1782 hat trotz einiger Veränderungen in wesentlichen Teilen sowohl Bausubstanz als auch ursprüngliches Erscheinungsbild bewahrt. Die Baumasse und die Art der Ausführung lassen deutlich erkennen, daß es sich hier um eine großbürgerliche Anlage mit einem nicht unerheblichen Repräsentationsanspruch handelt. Lübisrath gehört zu einem mittelalterlichen Siedlungsgebiet. Daher ist anzunehmen, dass die heute bestehende Hofanlage über das nachgewiesene 18 Jh. hinaus auf eine mittelalterliche Hofstelle zurückgeht und damit in anschaulicher Weise eine landeskundliche, interessante Siedlungskontinuität dokumentiert.

178328.08.1985

147 Lübisrather Hof

148Wegekreuz LübisrathLübisrather HofDas Wegekreuz wurde Ende des 19. Jh. errichtet. Es besteht aus einem hohen, rechteckigen Sandsteinsockel und einem Sandsteinkreuz. Auf dem Sockel ist eines Marmortafel mit Inschrift angebracht. Das Sandsteinzkreuz trägt einen Schieferkorpus. Das Wegekreuz ist ein typisches Beispiel der Volksfrömmigkeit des 19. Jahrhunderts.Ende 19. Jh.10.09.1985

148 Lübisrath Wegekreuz

153Landwirtschaftlicher BetriebGubisrath 64-flügeliger offener Backsteinhof aus dem Jahr 1897. 2-geschossiges Wohnhaus in 4-2 Achsen, Backstein mit verputzten Sandsteinsohlbänken der Fenster. Baujahr datiert im Tor-Keilstein.189710.12.1985

153 Gubisrath 6

185WohnhausJakobusplatz 8Wohnhaus aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. 2-geschossig in 3:1 Achsen, Mitteltür mit Treppe aus Lavabasalt, Tür später verändert; rau verputzt, Krüppelwalmdach. Das Wohnhaus bildet durch seine Maßstäblichkeit einen wichtigen Bezugspunkt des städtebaulichen Erscheinungsbildes im Kirchenumfeld und stellt zusammen mit dem 1786 errichteten Gebäude Jakobusplatz 1 die älteste profane Bausubstanz in diesem Bereich dar. Zwei Kreuze am südöstlichen Giebel weisen auf die frühere Nutzung als Vikarie hin. Der Original-Grundriss sowie die alten Türen und Türlaibungen im Inneren des Hauses sind erhalten.

2. Hälfte des 18. Jh.13.04.1992

185 Jakobusplatz 8

186Gut NorbisrathNorbisrath an der Kreisstraße 31, Neukirchen1907 errichtete vierflügelige, geschlossene Backstein-Hofanlage. Wohnhaus zweigeschossig in fünf Achsen, die Mittelachse leicht vorgezogen und übergiebelt, Stichbogenfenster, Krüppelwalmdach; Umbauten innerhalb des Wohnhauses, der ursprüngliche Grundriss ist noch erkennbar. Westlich angeschlossen ein eingeschossiger Wohnhausbau. Grosse Scheunenhalle mit Stichbalkendach, Jahreszahl im Torkeilstein. Gut erhaltene Hofanlage des frühen 20. Jh. in zeittypischer Ausformung und anspruchsvoller Qualität. Die heute bestehende Hofanlage geht auf eine ca. 130 m westlich gelegene, mittelalterliche Hofstelle, von der obertägig keine Reste mehr vorhanden sind, zurück und dokumentiert anschaulich die Siedlungsgeschichte von Gut Norbisrath.

190721.04.1992

186 Norbisrath

Fotos: Käthe und Bernd Limburg (www.limburg-bernd.de)
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